Stress-Release

Der Geist ist willig, die Emotion ist schwach?

Wenn man merkt, dass bestimmte Situationen oder Bemerkungen Anderer bei einem selbst immer wieder ein Verhalten auslösen, dass man eigentlich gar nicht möchte, dann macht es natürlich Sinn, zu hinterfragen was da los ist.

Ob nun mit oder ohne professionelle Unterstützung, die meist in unserer Kindheit verwurzelten Auslöser lassen sich in der Regel gut identifizieren.

Manchmal genügt das bereits.
Dann hat man beispielsweise entdeckt, dass die eigene Schüchternheit ihren Ursprung in einem Satz hat, den man als Kind häufig von den Eltern gehört hat:
"Sei still - was du zu sagen hast, interessiert hier keinen."
Man kann sich bewusst davon lösen und überwindet seine Unsicherheit.

Meistens reicht jedoch allein das Wissen um die Hintergründe eines alten, unbrauchbar gewordenen Verhaltensmusters nicht aus, um auch anders zu empfinden und anders zu reagieren als bisher.

Unser Verstand möchte zwar aufgrund gewonnener Einsichten neu reagieren, wird aber von alten, unveränderten Emotionen daran gehindert.

Hierbei kann Stress-Release eine gute Hilfe sein.

Stress-Release ist eine Methode, die es ermöglicht ausgeblendete, unterdrückte oder abgespaltene Gefühlsanteile eines Verhaltensmusters wieder mit dem rationalen Denken und den neu gewonnenen Einsichten zu verknüpfen.

Vereinfacht ausgedrückt, werden dabei die rationalen und die emotionalen Gehirnanteile zum Austausch miteinander angeregt.
Dadurch können sich bisher gefühlte und erlebte Einschränkungen in der Handlungsweise auflösen.
Der Weg wird frei für ein neues, selbst bestimmtes Verhalten.

Nachdem das problematische Thema ausreichend präzisiert ist, werden die beiden Stirnbeinhöcker mit Daumen und Mittelfinger berührt.
Der Klient schließt die Augen und lässt alle Gedanken, Erinnerungen und Gefühle zu diesem Thema ungehindert geschehen.
Dieser freie Fluss des Geistes und der Emotionen dauert nur selten länger als 15 Minuten und ist abgeschlossen wenn sich das Erleben des Klienten deutlich entspannt hat.

Diese "Durchblutungsstimulation durch Berühren bestimmter neurovasculärer Punkte mit dem Ziel der cerebralen Integration alter, untauglicher Konditionierungen nach Terrence Bennet"
ist eine einfache und sehr wirkungsvolle Methode, die es auch in der Selbstanwendung ermöglicht, quasi ein "Update" für alte, festgefahrene Konditionierungen durchzuführen.

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